Mittwoch, 12. April 2017

Kostbare Momente

... ein Jahr kann eine Perle sein
und ein Jahrhundert nichts...

Anders ausgedrückt: Feste feiern, wie sie fallen.

Yolande kam ins Wohnzimmer, um Gutenacht zu sagen.
Der Ofen bollerte vor sich hin, sie kuschelte sich "nur gaaanz kurz" an Francoise.
Das Gespräch kam auf Musikvorlieben gestern und heute und schon sangen wir Sachen aus Kindertagen: Lieder von Daniel Kallauch, Hits aus dem Kindergarten, Fahrtenlieder der Pfadfinder und landeten schließlich bei den Wise Guys.

Es war eine Dreiviertelstunde mit Gesang und Erinnerungen - eine Perle, ein Juwel.
Auch wenn wir dadurch alle später im Bett waren, als geplant, war es das wert.

In zwei Jahren wird Yolande nicht mehr bei uns wohnen, da gilt es jeden schönen Moment auszukosten.

Donnerstag, 6. April 2017

Sturm im eigenen Haus

Unser Haus ist schon älteren Datums.

Wenn der Sturm tost, so wie gestern abend, kann es sein, dass sich unvermittelt die eine oder andere Tür öffnet. 

Man sitzt also nichtsahnend in der Küche und plötzlich öffnet sich die Tür zu Speisekammer.

Vielleicht ist es aber doch ein Hausgeist, der seine Runde macht und mit kaltem Hauch an uns vorbeischwebt...

Montag, 27. März 2017

Jetlag

Wie immer im Frühjahr wird die Zeit umgestellt.

Dieses Mal habe ich mitgezählt, wieviele Uhren ich habe verstellen müssen.

Es waren 12 Uhren.

Nicht alle habe ich am Sonntag eingestellt, einige habe ich schon tags zuvor auf Sommerzeit umgestellt, weil ich dort selten vorbeikomme oder auch gerade in dem Moment daran gedacht habe.
Zwei Uhre sind mir erst am Montagmorgen unter die Finger gekommen.

Und Ihr?
Wieviele Uhre habt Ihr umzustellen?

Dienstag, 21. März 2017

Verschiebung von Prioritäten

Yolande wurde am frühen Morgen von einer Party abgeholt.
Mit unserem Mercedes 124 fuhr ich bescheiden vor und gab mich cool - nichts sagen, nichts fragen.
Claude, der ein Stück mitfuhr, sagte: Cool!!!!!! Ich mag alte Autos.

Welch ein Unterschied zu Victors Freunden, die jedes Mal fragen, ob wir es mit der alten Karre denn noch bis nach Hause schaffen werden.....

Montag, 20. März 2017

Meine Autofahren-Playlist

Was heute eine Playlist ist, war vor 20 Jahren die gute alte Musikkassette.
Zum Autofahren hatte ich eine spezielle Kassette in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt; verschiedene Interpreten, diverse Stile, bekanntes und unbekanntes.
Im Autoreverse-Radio lief sie ohne Unterbrechung.

Ein bisschen Können war schon gefragt; man wollte ja die komplette Seite der MC ausnutzen, denn war ein Lied nach der Hälfte abgeschnitten, weil die Seite zuende war, zeugte das von schlechter Planung, ebenso wie eine zu lange Pausen zwischen die Stücken oder wiedermal am Ende der besagten Seite.

Am Wochenende habe ich zwar keine individuelle "Playlist" aufgenommen aber dafür meine Caro-Emerald-LP (!)  "Deleted Scenes" auf eine 60er-MC überspielt.
Es ist eine Doppel-LP mit 12 Liedern - also drei je Seite.
Früher passte sowas auf eine LP, aber bitteschön.
Acht Songs gingen auf die erste Seite, die letzten vier kamen auf die zweite Seite.
Was nun mit dem restlichen freien Platz machen?
Ich entschied mich ein persönliches "Best of" von Amy Winehouse' CD "Back to Black" anzuhängen.

Jetzt habe ich wieder eine neue Kassette für lange Autofahrten.
Der Feierabend kann kommen.

Samstag, 18. März 2017

Die Türkei

Erschreckende Aktualität im "Zauberberg", der bekannterweise Mitte der 20er Jahre erschien.
Joachim Ziemsen und Hans Castorp begegnen zum ersten Mal dem Scholastiker Naphta, der sich ein Streitgespräch mit Settembrini leistet:
Settembrini: "Die Türkei als National- und Verfassungsstaat, - welche ein Triumph der Menschlichkeit!"
"Liberalisierung des Islams", spottete Naphta. "Vorzüglich. Der aufgeklärte Fanatismus - sehr gut."

Dem ist so gar nichts hinzuzufügen.
Gar nichts.

Donnerstag, 9. März 2017

Aha - so geht es also doch

Zum Halbjahr wurde Yolande angeboten, vom Altsax auf ein Tenorsax umzusteigen.
Es ist in der Schulbigband ein Leihinstrument freigeworden und sie konnte nun die erste Geige das erste Tenorsax übernehmen (auch das einzige in der Bigband :-)
Um sich an das Instrument zu gewöhnen hat sie es mit nach Hause bekommen.
Ein gutes Instrument der Marke Jupiter, zum Zeitpunkt des Kaufes war es frisch herausgekommen und hatte durchweg gute Kritiken bekommen (mit Suchmaschine zu finden).
Doch Yolande war totunglücklich, denn sie bekam keinen ordentlichen Ton heraus.

Jetzt ist der Umstieg vom kleinen Alto aufs größere Tenor vielleicht mit dem Umstieg von einem Polo auf einen Passat zu vergleichen - eigentlich ist alles gleich, nur der Passat sieht größer aus.
Aber beim Einparken, beim Geschwindigkeitsempfinden usw. merkt man doch viele Unterschiede.

Also galt es zunächst Aufbauarbeit zu leisten: Umgewöhne, wird schon, nur Mut...

Doch dann nahm ich das Tenor, steckte "mein" Mundstück (das vom oft zitierten geliehenen Sax meines Onkels) auf und konnte butterweich von oben bis unten spielen.
Tatsächlich konnte Yolande das mit meinem Mundstück auch.

Es lag also "nur" am Mundstück, dass entweder nicht zu Yolande oder nicht optimal zum Tenor ober beiden passte.

Strahlende Augen, weil sie nun doch einen schönen Klang erzeugen konnte.
Der Umstieg von Polo auf Passat ist vielleicht doch einfacher als gedacht.



Hier könnte der Beitrag zuende sein, aber weil ich es so gerne sage, folgt noch die
abschließende Moral der Geschichte:

Das Mundstück ist beim Saxophon ein wichtiger Teil, der zum Klang und zur Funktion beiträgt.
Harmonieren Spieler, Mundstück und Instrument nicht miteinander, klingt es mies und Frust stellt sich ein.
Dabei können die einfachsten Mundstücke (z.B. Yamaha C4) schon zu einem besseren Klang und einem großen Erfolgserlebnis führen, wenn man das Standardplastikding, das dem nagelneuen (teuren) Sax beigelegt war genervt in die Ecke geworfen hat.

Mein Tip: Mundstücke beim Händler kaufen, aus einer größeren Auswahl anspielen und aussuchen und auch Mundstücke der gleichen Art, Größe und Form ausprobieren. Dann selbst wenn "Yamaha C4" draufsteht, gibt es Unterschiede, Abweichungen, Montagsmodelle und Spitzenteile - die alle identisch aussehen und ihren Charakter erst im Spiel offenbaren.
Lieber ein tolles Mundstück und ein Einsteigerinstrument, als 5000 für ein Saxophon auf den Tisch legen und dann beim Mundstück sparen - mit dem Ergebnis, dass der Klang nicht schön ist.

Freitag, 3. März 2017

statisch - Stück für Stück

Im September habe ich angefangen, Manns Zauberberg zu lesen.
siehe auch hier

Jetzt bin ich etwa bei der Hälfte. Hans Castorp hat fast ein Jahr herum, es ist Ostern und Herr Settembrini ist gerade ausgezogen.
Um hier mal alle Spannung zu nehmen: Es liegen noch 6 Jahre vor mir und am Ende stirbt Hans Castorp im ersten Weltkrieg.

Leider gibt es eine Playmobil-Zusammenfassung des Buches.
Wer doch eine findet, gebe mit bitte Bescheid.
Vielen Dank.

Donnerstag, 2. März 2017

Kein Zucker mehr

Völliger Unsinn.
Natürlich nehme ich auch noch Zucker zu mir.
Aber ich habe den Konsum von Süßigkeiten und Keksen stark reduziert.
Am liebsten ganz und gar, denn nun ist Fastenzeit.
Doch ein bisschen ist der Kram ja auch Seelenfutter - und da benötige ich im Moment ein wenig von.
Doch belasse ich es bei ein wenig.

Der Erfolg: Seitdem ich diese doofe Doku über Zucker gesehen habe, habe ich zwei Kilo abgenommen. Wohlgemerkt ohne mich mehr zu bewegen oder meine sonstige Nahrungsaufnahme zu ändern.
Ist das nicht unheimlich?

Mittwoch, 15. Februar 2017

Kein Totenbett - aber ein OP-Tisch

Vor kurzem habe ich über eine Stelle am Hinterkopf berichtet siehe hier.
Jetzt ist es schon fast eine Woche her, dass mir das Stück rausgeschnitten worden ist.
Morgen sollen die Fäden gezogen werden.

Ob ich dann auch schon den Befund bekomme, und mein Totenbett wieder beziehen kann?

Mittwoch, 8. Februar 2017

Don't Watch Television!

Echt jetzt!
Gestern Abend habe ich auf Yolande warten müssen, die in der Großstadt im Theater war und erst nächtens wieder heimkam.

Also saß ich vor der Glotze (nachdem ich vorher einige wichtige Dinge erledigt habe).
Auf einem Programm lief "Marktcheck" - es ging um Palmöl und welche Giftstoffe bei der notwendigen Verarbeitung entstehen und letztendlich im fertigen Produkt landen können.
Wir sprechen hier von einem Esther, dass erbgutschädigend und krebserregend wirken kann.
Grenzwerte gibt es nicht und selbst wenn - eine regelmäßige Einnahme von Gift führt irgendwann zu einem Schaden.
Palmöl steckt jetzt ja in so ziemlich jeder Schokolade, Eis, Margerine, Röstzwiebeln...

Dann sah ich Lesch' Kosmos, wo es um Zucker ging.
Zucker ist ja auch nichts, was nur gut ist.
Von schlaffer Haut, über Gewichtszunahme, dauerhaft Entzündungen im Körper bis zu Krebs.

Irgendwie habe ich jetzt endlich die richtige Motivation gefunden, nichts mehr zu naschen.
Ich stelle mir einfach vor, was das Zeug in mir anrichtet und schon habe ich absolut keinen Appetit mehr.

In diesem Sinne: Lasst es Euch schmecken!