Dienstag, 21. März 2017

Verschiebung von Prioritäten

Yolande wurde am frühen Morgen von einer Party abgeholt.
Mit unserem Mercedes 124 fuhr ich bescheiden vor und gab mich cool - nichts sagen, nichts fragen.
Claude, der ein Stück mitfuhr, sagte: Cool!!!!!! Ich mag alte Autos.

Welch ein Unterschied zu Victors Freunden, die jedes Mal fragen, ob wir es mit der alten Karre denn noch bis nach Hause schaffen werden.....

Montag, 20. März 2017

Meine Autofahren-Playlist

Was heute eine Playlist ist, war vor 20 Jahren die gute alte Musikkassette.
Zum Autofahren hatte ich eine spezielle Kassette in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt; verschiedene Interpreten, diverse Stile, bekanntes und unbekanntes.
Im Autoreverse-Radio lief sie ohne Unterbrechung.

Ein bisschen Können war schon gefragt; man wollte ja die komplette Seite der MC ausnutzen, denn war ein Lied nach der Hälfte abgeschnitten, weil die Seite zuende war, zeugte das von schlechter Planung, ebenso wie eine zu lange Pausen zwischen die Stücken oder wiedermal am Ende der besagten Seite.

Am Wochenende habe ich zwar keine individuelle "Playlist" aufgenommen aber dafür meine Caro-Emerald-LP (!)  "Deleted Scenes" auf eine 60er-MC überspielt.
Es ist eine Doppel-LP mit 12 Liedern - also drei je Seite.
Früher passte sowas auf eine LP, aber bitteschön.
Acht Songs gingen auf die erste Seite, die letzten vier kamen auf die zweite Seite.
Was nun mit dem restlichen freien Platz machen?
Ich entschied mich ein persönliches "Best of" von Amy Winehouse' CD "Back to Black" anzuhängen.

Jetzt habe ich wieder eine neue Kassette für lange Autofahrten.
Der Feierabend kann kommen.

Samstag, 18. März 2017

Die Türkei

Erschreckende Aktualität im "Zauberberg", der bekannterweise Mitte der 20er Jahre erschien.
Joachim Ziemsen und Hans Castorp begegnen zum ersten Mal dem Scholastiker Naphta, der sich ein Streitgespräch mit Settembrini leistet:
Settembrini: "Die Türkei als National- und Verfassungsstaat, - welche ein Triumph der Menschlichkeit!"
"Liberalisierung des Islams", spottete Naphta. "Vorzüglich. Der aufgeklärte Fanatismus - sehr gut."

Dem ist so gar nichts hinzuzufügen.
Gar nichts.

Donnerstag, 9. März 2017

Aha - so geht es also doch

Zum Halbjahr wurde Yolande angeboten, vom Altsax auf ein Tenorsax umzusteigen.
Es ist in der Schulbigband ein Leihinstrument freigeworden und sie konnte nun die erste Geige das erste Tenorsax übernehmen (auch das einzige in der Bigband :-)
Um sich an das Instrument zu gewöhnen hat sie es mit nach Hause bekommen.
Ein gutes Instrument der Marke Jupiter, zum Zeitpunkt des Kaufes war es frisch herausgekommen und hatte durchweg gute Kritiken bekommen (mit Suchmaschine zu finden).
Doch Yolande war totunglücklich, denn sie bekam keinen ordentlichen Ton heraus.

Jetzt ist der Umstieg vom kleinen Alto aufs größere Tenor vielleicht mit dem Umstieg von einem Polo auf einen Passat zu vergleichen - eigentlich ist alles gleich, nur der Passat sieht größer aus.
Aber beim Einparken, beim Geschwindigkeitsempfinden usw. merkt man doch viele Unterschiede.

Also galt es zunächst Aufbauarbeit zu leisten: Umgewöhne, wird schon, nur Mut...

Doch dann nahm ich das Tenor, steckte "mein" Mundstück (das vom oft zitierten geliehenen Sax meines Onkels) auf und konnte butterweich von oben bis unten spielen.
Tatsächlich konnte Yolande das mit meinem Mundstück auch.

Es lag also "nur" am Mundstück, dass entweder nicht zu Yolande oder nicht optimal zum Tenor ober beiden passte.

Strahlende Augen, weil sie nun doch einen schönen Klang erzeugen konnte.
Der Umstieg von Polo auf Passat ist vielleicht doch einfacher als gedacht.



Hier könnte der Beitrag zuende sein, aber weil ich es so gerne sage, folgt noch die
abschließende Moral der Geschichte:

Das Mundstück ist beim Saxophon ein wichtiger Teil, der zum Klang und zur Funktion beiträgt.
Harmonieren Spieler, Mundstück und Instrument nicht miteinander, klingt es mies und Frust stellt sich ein.
Dabei können die einfachsten Mundstücke (z.B. Yamaha C4) schon zu einem besseren Klang und einem großen Erfolgserlebnis führen, wenn man das Standardplastikding, das dem nagelneuen (teuren) Sax beigelegt war genervt in die Ecke geworfen hat.

Mein Tip: Mundstücke beim Händler kaufen, aus einer größeren Auswahl anspielen und aussuchen und auch Mundstücke der gleichen Art, Größe und Form ausprobieren. Dann selbst wenn "Yamaha C4" draufsteht, gibt es Unterschiede, Abweichungen, Montagsmodelle und Spitzenteile - die alle identisch aussehen und ihren Charakter erst im Spiel offenbaren.
Lieber ein tolles Mundstück und ein Einsteigerinstrument, als 5000 für ein Saxophon auf den Tisch legen und dann beim Mundstück sparen - mit dem Ergebnis, dass der Klang nicht schön ist.

Freitag, 3. März 2017

statisch - Stück für Stück

Im September habe ich angefangen, Manns Zauberberg zu lesen.
siehe auch hier

Jetzt bin ich etwa bei der Hälfte. Hans Castorp hat fast ein Jahr herum, es ist Ostern und Herr Settembrini ist gerade ausgezogen.
Um hier mal alle Spannung zu nehmen: Es liegen noch 6 Jahre vor mir und am Ende stirbt Hans Castorp im ersten Weltkrieg.

Leider gibt es eine Playmobil-Zusammenfassung des Buches.
Wer doch eine findet, gebe mit bitte Bescheid.
Vielen Dank.

Donnerstag, 2. März 2017

Kein Zucker mehr

Völliger Unsinn.
Natürlich nehme ich auch noch Zucker zu mir.
Aber ich habe den Konsum von Süßigkeiten und Keksen stark reduziert.
Am liebsten ganz und gar, denn nun ist Fastenzeit.
Doch ein bisschen ist der Kram ja auch Seelenfutter - und da benötige ich im Moment ein wenig von.
Doch belasse ich es bei ein wenig.

Der Erfolg: Seitdem ich diese doofe Doku über Zucker gesehen habe, habe ich zwei Kilo abgenommen. Wohlgemerkt ohne mich mehr zu bewegen oder meine sonstige Nahrungsaufnahme zu ändern.
Ist das nicht unheimlich?

Mittwoch, 15. Februar 2017

Kein Totenbett - aber ein OP-Tisch

Vor kurzem habe ich über eine Stelle am Hinterkopf berichtet siehe hier.
Jetzt ist es schon fast eine Woche her, dass mir das Stück rausgeschnitten worden ist.
Morgen sollen die Fäden gezogen werden.

Ob ich dann auch schon den Befund bekomme, und mein Totenbett wieder beziehen kann?

Mittwoch, 8. Februar 2017

Don't Watch Television!

Echt jetzt!
Gestern Abend habe ich auf Yolande warten müssen, die in der Großstadt im Theater war und erst nächtens wieder heimkam.

Also saß ich vor der Glotze (nachdem ich vorher einige wichtige Dinge erledigt habe).
Auf einem Programm lief "Marktcheck" - es ging um Palmöl und welche Giftstoffe bei der notwendigen Verarbeitung entstehen und letztendlich im fertigen Produkt landen können.
Wir sprechen hier von einem Esther, dass erbgutschädigend und krebserregend wirken kann.
Grenzwerte gibt es nicht und selbst wenn - eine regelmäßige Einnahme von Gift führt irgendwann zu einem Schaden.
Palmöl steckt jetzt ja in so ziemlich jeder Schokolade, Eis, Margerine, Röstzwiebeln...

Dann sah ich Lesch' Kosmos, wo es um Zucker ging.
Zucker ist ja auch nichts, was nur gut ist.
Von schlaffer Haut, über Gewichtszunahme, dauerhaft Entzündungen im Körper bis zu Krebs.

Irgendwie habe ich jetzt endlich die richtige Motivation gefunden, nichts mehr zu naschen.
Ich stelle mir einfach vor, was das Zeug in mir anrichtet und schon habe ich absolut keinen Appetit mehr.

In diesem Sinne: Lasst es Euch schmecken!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Zu alt für diese Welt.

Angeblich soll man in dieser Welt die Wahlmöglichkeit für alles haben.
Wer anfängt an dieser "Wahrheit" zu kratzen, hat den Lack schnell ab!

Eine neue Mikrowelle war fällig.
Bei der alten drehte der Teller nicht mehr und mir war über Weihnachten ein Missgeschick mit Butter und ohne Deckel/Haube passiert.

Also sind wir losgefahren und wollten ein einfaches, simples, praktikables Gerät erwerben.

Pustekuchen.

Erstmal gibt es fast nur Geräte mit Grill.
Brauchen wir gar nicht.
Dann muss sie aber etwas größer sein, weil wir große Teller (D.28,5cm) haben.
Vor allem reicht eine Einstellung der Wattzahl und ein mechanisches Uhrwerk für die Laufzeit.

Was gibt es? Geräte mit viel Klimbim. Display hier, Pizzavorwahl dort, Extra-Fertiggerichteinstellung dort, Discobeleuchtung, Hochglanzoberfläche, antibakteriell beschichtet....

Bitte? Das Ding steht in der Speisekammer, wird mitunter als Ablagefläche genutzt, der Putzaufwand sollte gegen null gehen und es reicht, wenn man ein Körnerkissen oder einen Essensrest warmmachen kann.

Jetzt steht der kleinste gemeinsame Nenner nebenan.
Mit LC-Display, wo Tag und Nacht die Uhrzeit leuchtet. Das Licht geht nach 5 Minuten von alleine aus und wenn sie fertig ist, piepst sie unanständig laut. Mit Wiederholpiepen, wenn man nicht zackig rankommt um die Tür zu öffnen.
Aber ohne Grill. Und nur zwei Knöppe: Wattzahl und Dauer.

Aber trotzdem waren die WMs früher simpler und haben doch funktioniert.
Warum nicht mal einfach?

Mittwoch, 18. Januar 2017

in eigener Sache

Wenn ich schon so auf dem Wahn, alles in Fertiggerichten ausdrücken zu müssen, rumhacke - sollte ich mal etwas produktives beitragen:

Rinderrouladen:
Man nehme frisch geschnittene Rouladen vom Schlachter seines Vertrauens.
Klopfe die ein wenig in Form.
Mit etwas Senf bestreichen ("körniger Senf" wird von mir bevorzugt verwendet).
Gewürzgurken längst in dünne Streifen schneiden,
Zwiebeln nach Belieben schneiden,
Speck, Schinken, Frühstücksspeck (Bacon) oder sonstiges in handliche Stücke zerlegen,
Käse in Streifen schneiden - alles nach Belieben (schon wieder!!) auf die Roulade legen,
die Außenkanten einklappen (nicht zwingend nötig) und die R. aufrollen.
Mit Zahnstochern oder Rouladennadeln verschließen, wer möchte kann auch Küchenband nehmen.
Ich nehme weder Salz noch Pfeffer noch andere Gerwürze. Es ist so schon genügend Geschmack enthalten.

In einem Topf rundrum anbraten, mit Wasser ablöschen und soweit auffüllen, dass die R. so eben bedeckt sind. Nun gebe ich einen Teelöffel Brühe(pulver) dazu.
Wenn alles schon kocht, auf kleinste Stufe drehen und alles rund 4 Stunden vor sich hinsimmern lassen.
Nehmt keinen Druckkochtopf. Lasst es einfach - Rouladen in 15 Minuten?? Bei mir waren die stets zäh wie Schuhsohlen. Gute Küche braucht Zeit.
Vier Stunden weiter die Rouladen vorsichtig aus der Kochflüssigkeit heben, warmstellen.
Die Flüssigkeit durch ein Sieb kippen, etwas Sahne dazu, ein wenig Soßenbinder (wer möchte auch Mehl mit Wasser), Soße aufkochen und fertig.

Dazu gibt es Makkaroni oder Kartoffeln.
Als Gemüse Rotkohl (auch so etwas, was man besser selber eingemacht haben sollte) oder Bohnen.
Mein Tip für die Bohnen: Wenn die gar sind, Wasser abkippen, mit Sahne auffüllen, aufkochen und dann mit Mehl-Wasser andicken.

Guten Appetit.

Montag, 16. Januar 2017

Mein Lokal - Dein Lokal - wo schmeckt's am besten?

Tut mir leid - die Überschrift ist etwas reißerisch...

Tatsächlich wird dies ein langweiliger Beitrag, denn eigentlich ist das schon alles mehr als bekannt.

Alles schmeckt gleich! (...is' eh alles Hähnchen!)

Mal im Ernst.
Wer macht noch Ketchup selbst? Wer kann noch eine Soße oder Gemüsebrühe aus Grundzutaten kochen?
Auf z.B. Kindergeburtstagen ist gut zu beobachten, dass vorausschauende Eltern diverse Ketchupflaschen stehen haben - denn die einen essen nur Hela, andere nur Heinz und der Rest natürlich nur Kraft.
Nicht nur, dass die Kinder auf "ihre" Marke geeicht sind, sie probieren anderes gar nicht mehr aus, oder sagen von vornherein, es schmecke nicht.
Tatsächlich schmeckt es einfach nur anders.Ob besser oder schlechter sei dahingestellt, aber niemand fällt tot um, nur weil er ein anderes Ketchup essen musste.
Ähnlich liegt die Sache bei Getränken, FantaColaSprite ist Platzhirsch und andere stehen dahinter zurück.
Wobei es andere Limonaden gibt, die in der Tat besser schmecken, weniger kosten und lediglich auf dem lokalen Markt bekannt sind.
Wagt sich jemand an selbstgebackene Lebkuchen heran? Kaum - denn sofort fällt der Vergleich zu den gekauften von "renomierten" Firmen - bei denen jede Charge gleich schmeckt.

Mag sein, dass es daran liegt, dass ich im letzten Jahrhunder aufgewachsen bin - ich fand es immer interessant herauszufinden, wie es anderswo schmeckte. Nein, auch dort wurden Ketchup nicht selber gemacht. Doch Pfannkuchen/Eierkuchen gab es immer mal irgendwo. Waffeln wurden gerne mal gebacken - überall etwas anders. Frikadellen sind ein Paradebeispiel, oder auch Gemüseeintopf.

Das geht natürlich alles den Bach runter, wenn Familien keine Zeit mehr haben, selber zu kochen und auf Fertigprodukte zurückgreifen.
In Zeiten, wo es Kochshows gibt, Kochbücher ohne Ende, Chefkoch.de und andere Internetseiten.
Es gibt VHS-Kurse für Männer, Veganer, Frauen, Singels und welche, die gerne zusammen kochen.
Doch es wird immer weniger selber gekocht.

Um es mit "Ekel-Alfred" zu sagen: "Das liegt nur daran, dass die Sozis an der Macht sind."
;-)